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Koordinierungs- und Fachstelle HALLIANZ für Vielfalt:

Mythos Neutralitätsgebot: Der Ruf nach Neutralität als Delegitimationsstrategie

17.03.2026, 10:00 bis 12:00 Uhr

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung bis zum 11. März 2026 sind hier zu finden.

Die Veranstaltung setzt sich mit der historischen Entwicklung des Neutralitätsbegriffs in der Bildungsarbeit auseinander und beleuchtet aktuelle Forderungen nach einem sogenannten "Neutralitätsgebot". Dabei wird analysiert, inwiefern diese Debatten politisch instrumentalisiert werden und welche Auswirkungen sie auf pädagogische Handlungsspielräume haben. Neben fachlichem Input bietet das Seminar Raum für Austausch über eigene Fragen, Herausforderungen sowie Möglichkeiten der Positionierung.

Die Veranstaltung bietet zunächst einen historischen Überblick darüber, wie der Begriff der Neutralität im Bildungskontext innerhalb der Fachdisziplin diskutiert wurde. Im Anschluss werden die Grundlagen untersucht, auf die sich aktuelle Forderungen nach einem Neutralitätsgebot durch parteipolitische Akteure stützen. Dabei werden die zugrunde liegenden Argumentationslogiken analysiert, die als strategische Einflussnahme eingeordnet werden. Zudem wird Raum für den Austausch über Fragen, Herausforderungen und Möglichkeiten eigener Positionierungen geschaffen.

Die Referentin Jana Sämann ist Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Siegen tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind politische Interventionen im Handlungsfeld Jugendarbeit sowie die Anrufung nach Neutralität in der politischen Bildung.