Sparte

Kunst
Literatur
Museum
Musik
Tanz
Theater
Zirkus

Veranstaltungstyp

Finanzen

Zielgruppen

Auftretende
Autor:in
Bildende Künstler:innen

Antragszeitraum

01.01.2021

bis zum

31.12.2022

Erwerbstätige Eltern haben Anspruch auf eine Entschädigung für Einkommensausfälle, wenn sie pandemiebedingt ihre Kinder zu Hause betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können und der betreuende Elternteil gesetzlich versichert ist.

Und: Das Kind hat das 12. Lebensjahr nicht vollendet oder ist behindert bzw. auf Hilfe angewiesen. Der Anspruch besteht, wenn keine alternative Betreuungsmöglichkeit durch eine andere im Haushalt lebende Person möglich ist.

[..] Um gesetzlich versicherte, berufstätige Eltern zu entlasten, wird auch für 2022 die Anspruchsdauer für das Kinderkrankengeld ausgeweitet. „Wenn sie dafür die Voraussetzungen erfüllen, hat jeder Elternteil, wie auch im vergangenen Jahr, pro Kind einen Anspruch auf 30 Arbeitstage Kinderkrankengeld. Alleinerziehende haben entsprechend 60 Tage Anspruch pro Kind“, weiß Sabine Kellner aus dem Beratungszentrum in Celle. Bei mehreren Kindern liege der Höchstanspruch pro Elternteil bei maximal 65 Tagen, für Alleinerziehende bei maximal 130 Tagen.

  1. Damit die Kinderbetreuung in solchen Fällen gewährleistet werden kann, besteht ein Anspruch nicht nur bei Krankheit des Kindes, sondern auch, wenn Schulen und Kitas pandemiebedingt schließen. „Auch, wenn eine behördliche Empfehlung vorliegt, diese Einrichtungen zu meiden, können Eltern Kinderkrankengeld beantragen“, so Kellner weiter. Außerdem ist es möglich, dass sich Elternteile ihre Ansprüche gegenseitig übertragen. [...] (Quelle: https://celler-presse.de/2022/01/04/erweiterter-anspruch-auf-kinderkrankengeld-auch-2022-regelungen-aus-2021-werden-verlaengert/ )

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Anspruchsgrundlagen für erwerbstätige Eltern: 

  1. Das Kinderkrankengeld (§ 45 SGB V). Dieser Anspruch ist auf gesetzlich Versicherte mit Krankengeldanspruch beschränkt. 

  1. Die Verdienstausfallentschädigung wegen Kinderbetreuung (§ 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz, IfSG). Dieser Anspruch gilt für alle erwerbstätigen Eltern. 

Weiterlesen: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/corona-pandemie/kinderbetreuung-bei-schul-und-kitaschliessungen

Eltern können bis einschließlich 19. März 2022 Kinderkrankengeld auch dann in Anspruch nehmen, wenn ihr Kind nicht krank ist, sondern zu Hause betreut werden muss, weil Schule, Kindertagesstätte oder Kindertagespflege behördlich geschlossen sind oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde. Auch wenn die Behörden den Zugang nur eingeschränkt haben oder empfehlen ein mögliches Betreuungsangebot nicht wahrzunehmen, können Kinderkrankentage genutzt werden. Anspruchsberechtigt sind auch Eltern, die im Homeoffice arbeiten könnten.

Ab 20. März 2022 besteht der Anspruch auf Kinderkrankengeld wieder nur bei Erkrankung des Kindes und entsprechendem Betreuungsbedarf.

Weiterlesen: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/corona-pandemie/kinderbetreuung-bei-schul-und-kitaschliessungen

Die Höhe des Kinderkrankengeldes beträgt in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Bei Krankheit des Kindes muss der Krankenkasse ein ärztliches Attest vorgelegt werden, bei Arbeitsausfall aufgrund von Kinderbetreuung wird eine Bescheinigung der Schule oder Einrichtung der Kindertagesbetreuung benötigt.

Auch im Jahr 2022 für jedes Kind 30 Arbeitstage (60 für Alleinerziehende), bei mehreren Kindern maximal 65 Tage (130 für Alleinerziehende). Die Höhe der Entschädigung beträgt 90% des Nettoeinkommens, in 2022 maximal 113 € pro Tag.

Da das Kinderkrankengeld nicht nur erheblich unbürokratischer und schneller über die Krankenversicherungsträger abgewickelt wird, sondern auch mit 90% des Nettoeinkommens finanziell vorteilhafter ist, als die Entschädigung nach dem IfSG, sollten GKV-Versicherte mit Krankengeldanspruch zunächst diese Unterstützung in Anspruch nehmen und sich diesbezüglich an ihre Krankenversicherung wenden.

Weitere Tipps: https://www.vgsd.de/finanzielle-hilfen-fuer-eltern-wegen-kinderbetreuung-in-der-pandemie/

Mehr Informationen

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,